Begräbnis von unserem GREILI - Mitglied Richard Priessner am 12.05.2016.

 

Lebenslauf von Richard Priessner, vorgetragen von Fr. Petra Maria Burger 

 

Richard Priessner wurde in den Wirren der Zwischenkriegszeit als einziges Kind seiner Mutter geboren. Leider hatte sie nicht die Möglichkeit, ihn groß zu ziehen. Sie ging zum Arbeiten nach Wien und der Sohn kam zu Pflegeeltern. Dort wurde aber nicht gut für ihn gesorgt. Deshalb nahmen die selber kinderlosen Verwandten die Nani Tant und der Pepi Onkel den kleinen Richard bei sich auf. Die beiden haben alles für ihn gemacht. Jetzt ging es ihm gut. Im Keller hielten sie Hühner, damit der Ziehsohn seine tägliche Suppe und Mehlspeise bekam. Während der Bub heran wuchs und sich zu einem jungen Mann entwickelte, konnte die Mutter in Wien die Drogerie übernehmen, in der sie als Hausmädchen zu arbeiten begonnen hatte. Oft schickte sie Geld und finanzierte wohl auch am Haus in Gramastetten in der Fazenysstraße mit.

 

Der junge Mann begann bei der Post zu arbeiten und war weit und breit als „der Postchaffeur, der Priessner“ bekannt.

 

1952 heiratet er seine Lilian, die ihm die Tochter Elisabeth schenkte. Große Freude bereitete Ihm, dass Elisabeth sich mit ihrem Mann entschloss, das Haus in Gramastetten zu übernehmen und ins Elternhaus zurückzuziehen. Liebevoll wurde es umgebaut und das Zusammenleben mehrerer Generationen funktionierte gut. Dafür und für die Fürsorge, die Herr Priessner von euch erfahren durfte, möchte ich meinen großen Respekt ausdrücken. Die Urenkel hatten stets Freude daran, dem Ui die Zeitung oder anderes zu bringen, ihre Besuche zauberten immer ein Lächeln in sein Gesicht. Auf seine Enkelkinder war er stolz und über das Sorgen von Elisabeth und Bani dankbar. Sie ermöglichten ihm wirklich einen guten Lebensabend.

 

Richard Priessner war ein leidenschaftlicher Fischer und Jäger. Selbst im betagten Alter wollte er noch mit seinen Freunden dabei sein. Für alles gab es eine spezielle Kleidung und natürlich einen eigenen Schrank. Ein Fixtermin war auch die Sparvereinseinzahlung, wo sich der gesellige Mann wohl fühlte.

 

Dank der unsichtigen Pflege seiner Tochter und des Schwiegersohns konnte er lange Zeit in seinem Haus wohnen konnte. Der Sturz am 30. November des Vorjahres brachte viele Beschwerden und Verletzungen mit sich, zu Weihnachten durfte er nach Hause. Erst vor vier Monaten ist er ins Seniorenheim in Walding übersiedelt.

 

Die Vielen Besuche seiner Familie, besonders auch der Enkelkinder freuten ihn sehr. Am 6. Mai durfte er begleitet und gehalten in den Armen seiner Tochter Elisabeth ruhig und friedlich einschlafen.

 

Du hast dein Ziel erreicht

 

und bist über die Brücke gegangen

 

die wir noch nicht kennen

 

hast das andere, ewige Ufer erreicht.

 

 

 

 

Lieber Richard, wir die GREILI´s werden Dich stets in Erinnerung bewahren.

 

Vorsitzender Gerhard Öller

 

 

Die Fotos zu dieser Verabschiedung werden durch einen Doppelklick auf „die Überschrift“ oder Anklicken des Links „mehr lesen“ ersichtlich.

 

Fotos Günter Egon Landskron

 

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